Inhaltsangabe

Vor über dreißig Jahren studieren elf junge Männer in Münster Geisteswissenschaften. Sie stammen  alle aus dem Ruhrgebiet. Jeder von ihnen ist  Anhänger eines renommierten Fußballvereins aus dem Revier. Ein- bis zweimal die Woche treffen sie sich auf einer Wiese, um gemeinsam Fußball zu spielen. Schon bald sind die elf als „die elf Freunde“ bekannt. Untereinander sprechen sie sich nur mit dem Namen ihres Lieblingsvereins an. So gibt es unter anderem den Schalker, den Dortmunder und den Bochumer. Jeder wird später erfolgreich in seinem Beruf sein und seinen Verein ehrenamtlich unterstützen. So bilden die elf ein im Fußball einmaliges Netzwerk, das sie zum Wohl ihrer Vereine nutzen.  

Zurück zur Gegenwart. Vor dem 33. Spieltag treffen sich die elf zu ihrem sonntäglichen Frühschoppen.

Die Dortmunder Borussia hat nach einer herausragenden Hinrunde in der Rückrunde das Pech gepachtet. Die Verantwortlichen sind verzweifelt, alle Bemühungen, die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzubringen, scheitern. Ganz im Gegensatz dazu die Schalker und die Bayern. Nach einem verkorksten Start holen die beiden Vereine Punkt für Punkt auf. Und so kommt es am 33. Spieltag zum vorentscheidenden Spiel in Dortmund, wo die Borussia die sich in Topform befindlichen Bayern aus München empfängt. Gewinnen die Bayern, so sind die Dortmunder und die Schalker mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Rennen um die Meisterschaft.

Die zehn Freunde versuchen, den Dortmunder aufzubauen, denn alle wollen, dass ein Revierverein Deutscher Fußballmeister wird. Der Bochumer kommt auf den genialen Gedanken, die aktuelle Schalker Euphorie auf die Dortmunder Mannschaft zu übertragen. Und so macht sich der Schalker auf den Weg, elf Schalker Fans ausfindig zu machen, die Schalke repräsentieren und bereit sind, in Dortmunder Trikots nach Dortmund zu fahren, um dort die Dortmunder zum Sieg gegen die Bayern anzufeuern.

Begleitet werden die elf vom Sör und von Herbert. Der Sör hat sowohl Schalker als auch Dortmunder Wurzeln.

Herbert, der im Alter von zwei Wochen vor einer Klosterpforte in einem Korb abgegeben wird, kommt im Laufe seines Lebens mit dem Fußballsport im Allgemeinen und den beiden Vereinen Schalke und Dortmund im Besonderen in Berührung.

Herbert liebt alle Geschöpfe Gottes gleichermaßen und sie ihn.

Ob Kinder, Erwachsene, Pitbulls oder eingefleischte Schalke- und  Dortmundfans, alle lassen sich von seiner positiven Lebensart anstecken. Wo Herbert ist, gibt es keinen Streit. Herbert lässt sich von niemandem  beeindrucken. Er bleibt in seiner Welt, wo es keinen Fußball gibt, sondern  nur viele nette Menschen, die alle seine Freunde sind, und er freut sich, jeden Tag neue Freunde kennenzulernen.

So machen sich der Sör und Herbert am Samstag mit einem Maschinenbauingenieur, einem Taubstummen, griechischen Zwillingen, drei Ex- Jugoslawen, einem städtischen Mitarbeiter, einem heiligen Mann, einer Kindergärtnerin und einer blonden Schönheit auf den Weg mit dem Bus von Schalke nach Dortmund. Sie alle vereint, dass sie eine interessante Lebensgeschichte und eine besondere Beziehung zum FC Schalke 04 haben. Durch einen Übermittlungsfehler fährt der belgische Busfahrer anstatt nach Dortmund nach Lüdenscheid. Dort treffen sie auf eine Oma mit ihren vier bis sechs Jahre alten kleinen „Engeln“, die von der Dortmunder Borussia als Ehrengäste eingeladen sind, aber auf Grund einer Buspanne in Lüdenscheid festhängen. Sie laden die Oma und die Kinder ein, mit nach Dortmund zu fahren, wo die "Schalker Seele" in das Stadion übertragen werden soll.

Nach dem Spiel wird der Dortmunder Trainer von einer Reporterin des WDR auf eine vermeintliche Unterstützung seiner Mannschaft durch Schalker angesprochen. Er gibt daraufhin für den Fall, dass dies zuträfe, das Versprechen, zu Fuß von Dortmund nach Schalke zu gehen, um dort seinen Mitgliedsantrag bei den Blauen zu stellen. Und so kommt es zu einem einmaligen Schauspiel, das seinen Höhepunkt im Stadion des ruhmreichen FC Schalke 04 erreicht.